Feuerwerk – Verschwendung?

Die ungebrochene Freude der Menschen an Feuerwerk zeigt sich nicht nur anhand recht stabiler Umsätze zu Silvester. Umsatzschwankungen sind hier lediglich wetter- oder beschaffungskonform (nur 2,5 statt 3 Tage). Auch Festivals, wie das Ende August von NICO initiierte Feuerwerks-spektakel in Hamburg haben ausnahmslos positives Echo.

Die zum Jahreswechsel traditionsgemäss auftretenden Feuerwerks-Miesmacher und Umverteiler amtlicher, politischer, medienpolitischer und kirchlicher Herkunft haben trotz jahrelanger Versuche bisher keinen Ansatz gefunden. Die Gründe für die nach wie vor grosse Popularität von Feuerwerk sind sicherlich historisch-kultureller Natur. Aber auch wird beinahe jeder eine gehörige Portion Spass am Umgang mit Feuer und am kontrollierten Zündeln nicht leugnen können. Brauchtum und Lebensfreude stehen im Mittelpunkt einer jeden Silvesternacht. Viele Zutaten gehören zu einer angemessenen Feier: Sekt, Snacks, Musik – und natürlich das Feuerwerk, denn um Mitternacht sollen die "bösen Geister" vertrieben werden.

– Brot statt Böller – Brot und Böller – Brot und Freude –
Man sollte bei allen schönen Dingen, die wir uns in unserer Gesellschaft leisten, nie vergessen, dass es Menschen und Regionen gibt, denen es nicht so gut geht wie uns. Diesen Menschen muss man mit Taten und Geld helfen. Einen angemessenen Teil all unseres Luxus sollte man diesen Menschen zur Verfügung stellen. Aber muss man dafür auf alles, z.B. auch Feuerwerk, alle Volksfeste, alle Popkonzerte etc. verzichten? Wir meinen nein. Jede Aktivität soll ihren Anteil haben: Feuerwerk und natürlich auch Spenden für Brot für die Welt.