G. Stoppinen


§ 66a Allgemeines

Für Stoppinen gelten die §§ 2 bis 4, 6 bis 14, 16, 17, 19 bis 21, 26 Abs. 1 sowie die §§ 66b bis 66g. DA

§ 66b Einzelgebäude

Für folgende Tätigkeiten müssen Gebäude in der Bauart von Gebäuden mit Explosionsgefahr errichtet sein:

  • 1. Mischen des Stoppinenpulvers, DA
    2. Herstellen der Stoppinen,
    3. Trocknen der Stoppinen. DA
§ 66c Mischen des Stoppinenpulvers

(1) Beim Mischen des Stoppinenpulvers dürfen die im Anhang 1 festgelegten höchstzulässigen Mengen nach Tabelle 1 Abschnitt I A. und I B. nicht überschritten werden.

(2) Abweichend von Absatz 1 dürfen in Betriebsteilen, die unter den Geltungsbereich der Unfallverhütungsvorschrift "Schwarzpulver" (VBG 55b) fallen, die dort festgelegten höchstzulässigen Mengen nicht überschritten werden. DA

§ 66d Herstellen der Stoppinen

In Gebäuden für das Herstellen der Stoppinen darf die Menge an trockenem Stoppinenpulver nicht mehr als 5 kg betragen. DA

§ 66e Trocknen der Stoppinen

Die höchstzulässige Menge der Stoppinen im Trockengebäude ist nach Anhang 2 Tabelle 1 UVV "Explosivstoffe und Gegenstände mit Explosivstoff - Allgemeine Vorschrift" (VBG 55a) festzulegen.

§ 66f Trockentemperatur

Die Temperatur im Trockenraum darf 70 ° C nicht überschreiten. Sie ist laufend zu überwachen.

§ 66g Beseitigung von Verunreinigungen

(1) Verunreinigungen mit Stoppinenpulver sind unverzüglich mit Wasser zu entfernen und der Vernichtung zuzuführen. DA

(2) Angetrocknete Krusten von Stoppinenpulver sind mit Wasser zu befeuchten, nach dem Aufweichen zu entfernen und der Vernichtung zuzuführen. DA

(3) Maschinen und Geräte sind nach jedem Gebrauch sorgfältig mit Wasser zu reinigen.

§ 67 Abstand der Umfriedung

Für das Herstellen der in den Unterabschnitten A bis F genannten Gegenstände ist, abweichend von § 7 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift "Explosivstoffe und Gegenstände mit Explosivstoff - Allgemeine Vorschrift" (VBG 55a), zwischen Umfriedung und gefährlichen Gebäuden ein Abstand von 15 m ausreichend.